Generationenvertrag neu schreiben?
Reihe der Evangelischen Stadtakademie Darmstadt bis 3. März
Die Veranstaltung wird live auf YouTube übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=bX9jgusa8oM
Am Dienstag, 3. März, kommt die Reihe „Generationenvertrag neu schreiben? Gerechtigkeit und Verantwortung zwischen den Generationen“ mit einem Podiumsgespräch zum Thema Generationensolidarität zum Abschluss. Das Thema lautet „Generationensolidarität: Erkundung von Modellen für Wohnen und Zusammenleben einer alternden Gesellschaft“. Beginn ist um 18.30 Uhr im Offenen Haus, Rheinstraße 31, in Darmstadt. Es moderieren Dr. Franz Grubauer und Dr. Anna Scholz, Direktor und Co-Direktorin der Stadtakademie.
Auf dem Podium sind drei Gesprächspartner und eine Gesprächspartnerin, die mit Ihrem Knowhow und ihrer Erfahrung für die Zukunft relevante Perspektiven für das Leben und das Versorgtsein älterer Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt stehen: Alterswissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Kleiner, emeritierte Professorin für Sozialarbeit/Sozialpädagogik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt und vom Bündnis Pflege, Christian Heyn, Geschäftsführer Agaplesion Wohnen und Pflege Süd, Alex Albrecht vom Wohn- und Quartierzentrum Weiterstadt (WoQuaZ GmbH) und Gerhard Abendschein von der Interessenvertretung älterer Menschen in Darmstadt.
Es wird um die kommende Entwicklung von Versorgung und Pflege älterer Menschen in Darmstadt und der Region aus der Perspektive der jeweiligen Organisation und Profession der Teilnehmenden gehen, um das Verhältnis zivilgesellschaftlicher Organisationen zu Kommunen, Ländern und der staatlichen Daseinsvorsorge sowie um neue Modelle von Kooperationen in Stadt und Region, um ein breiteres Angebot für ein gutes Altern zu ermöglichen. Thema wird auch das Projekt „Virtuelle Altersresidenz im Quartier“ sein.
Weitere Informationen sind unter ev-akademie-darmstadt.de zu finden.
Die Reihe zum Generationenvertrag hatte am 27. Januar begonnen. Sie widmete sich diesen Fragen: Sind die Babyboomer eine Last – oder eine tragende Säule unserer Gesellschaft? Sind jüngere Generationen wirklich „überfordert“ – oder werden ihre Vertreter*innen zu Sündenböcken gemacht? Über Generationen wird heute in Zahlen, Kosten und Schuldfragen gesprochen. Doch was geht verloren, wenn Zusammenhalt nur noch ökonomisch berechnet wird? Welche Ideen können zukunftsweisend sein für ein neues Miteinander der Generationen angesichts des voranschreitenden demographischen, ökologischen und ökonomischen Wandels?
Den Auftakt bildete am 27. Januar der Vortrag „Zukunftsmodelle zur solidarischen Finanzierung und sozialen Sicherung einer alternden Gesellschaft und die Bedeutung der Flexibilisierung von Altersgrenzen“ mit Prof. Dr. Jutta Schmitz-Kießler, Politikwissenschaftlerin, insbesondere für Sozialpolitik, an der Hochschule Bielefeld. Es moderierte Prof. Dr. Gerd Buntkowsky, Physikochemiker an der TU Darmstadt.
Am 3. Februar sprach Prof. Dr. Hans-Werner Wahl vom Netzwerk Alternsforschung an der Universität Heidelberg über „Brauchen ältere Menschen jüngere Menschen – und umgekehrt?“. Die Moderation hatte Dr. med. Wolfgang Flach, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie aus Darmstadt.
„Generationendifferenz: Treffen die Bilder über die Einstellungen der Generationen aus Umfragen und Medien die Wirklichkeit? Ein Reallabor zwischen Generationen“ war das Thema der Veranstaltung am 10. Februar, die Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule Darmstadt moderierten. Hier ein Bericht im Darmstädter Echo vom 12.02.2026.
Am 24. Februar sprach Prof. Dr. Silvia Pernice-Warnke, Professorin für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Recht der Nachhaltigkeit an der Universität Marburg, über „Generationengerechtigkeit aus juristischer Perspektive: Was bedeutet Gerechtigkeit zwischen den Generationen bezogen auf Umwelt, Lebenschancen, Zukunftsgestaltung?“
Weitere Informationen sind unter https://ev-akademie-darmstadt.de/ zu finden.