Pfarrerin Karin Böhmer wechselt im Dekanat

veröffentlicht 05.06.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Pfarrerin Karin Böhmer wird 13. Juni im Gottesdienst aus der Andreasgemeinde verabschiedet.

Pfarrerin Karin Böhmer verabschiedet sich aus der Andreasgemeinde

Pfarrerin Karin Böhmer wechselt die Pfarrstelle innerhalb des Evangelischen Dekanats Darmstadt. Nach zwölf Jahren in der Andreasgemeinde wird sie am Samstag, 13. Juni, um 16.30 Uhr im Gottesdienst im Gemeindezentrum, Paul-Wagner-Straße 70, in Darmstadt durch Dekan Dr. Raimund Wirth verabschiedet. Der Abschied fällt ihr nicht leicht, doch „alles hat seine Zeit“ und sie wollte sich in ihren letzten Berufsjahren „noch einmal verändern“, wie die Dreiundsechzigjährige sagt. Ihr neuer Einsatzort steht noch nicht abschließend fest, er wird ab Oktober dort sein, wo sie im Dekanat gebraucht wird.

Mit viel Dankbarkeit blickt sie auf ihre Zeit in der Andreasgemeinde zurück. Besonders angetan hatte es ihr von Anfang an der Kirchsaal mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten: Gottesdienste, Feste, Tanzen, Musizieren. Mit ihrer Vorgängerin Andrea Bauer hat sie hier viele Jahre „Tanzen im Angesicht Gottes für Frauen“ angeboten. „Ich habe die lebendige und experimentierfreudige Gottesdienst-Kultur in der Andreasgemeinde sehr geschätzt“, sagt Karin Böhmer „und immer Menschen gefunden, die mit mir die unterschiedlichsten Gottesdienste vorbereitet und gestaltet haben“, so etwa Gottesdienste für ganz Kleine, mit Familien oder mit der Kita. Auch die Gottesdienste mit der Behindertenseelsorge, mit Amnesty International oder die musikalischen Abendgottesdienste mit Kantorin und Andreaschor möchte sie nicht missen. Überhaupt hat sie die „Kultur der Gastfreundschaft und das Miteinander auf Augenhöhe“ in der Gemeinde sehr geschätzt. Ein zentrales Symbol dafür ist der große runde Tisch, an dem der Kirchenvorstand seit den Anfängen der Gemeinde tagt.

„Ich bin eine totale Teamplayerin“, sagt die Theologin, die gern mit der Kita-Leitung, dem Gemeindepädagogen, den Kolleginnen und Kollegen der Gemeinden im Nachbarschaftsraum und in der Ökumene zusammengearbeitet hat. Bei ihrem Lieblingsfest Ostern hat sie immer auch den Innenhof des Gemeindezentrums in die Osternacht mit einbezogen. Auch denkt sie gern an inklusive Discos im Kirchsaal zurück. Ebenso wie an viele „spannende theologische Diskussionen im Kirchenvorstand“. Gemeinschaft in der Andreasgemeinde in vielfältiger Form zu erleben, wie etwa bei Gemeindefesten oder der „Brotzeit“ nach Gottesdiensten, habe sie glücklich gemacht. Auch ihre eigene Hochzeit hat sie im Kirchsaal gefeiert.

Besonders geprägt habe sie das diakonische Engagement der Andreasgemeinde in den neu entstehenden Wohngebiet Lincoln auf dem Gebiet der Gemeinde. Hier hatte Karin Böhmer lange die Moderation der Nachbarschaftsrunde inne. Vier Jahre hielt sie in der neuen Grundschule auf Lincoln Religionsunterricht.  Ein wichtiger Schwerpunkt für sie waren außerdem Gottesdienste und Seelsorge im Altenheim Louise-Dittmar-Haus.

Auf dem Weg zur Fusion von Andreas-, Matthäus-, Paulus-, Petrus- und Stadtkirchengemeinde hat Karin Böhmer das hohe Engagement der Ehrenamtlichen sehr beeindruckt und sie freut sich, dass die neue Wohnung, in die sie mit ihrem Mann ziehen wird, auf dem Gebiet der zukünftigen Hoffnungsgemeinde liegt.

Im Rahmen des gesamtkirchlichen Prozesses wird das Gemeindezentrum der Andreasgemeinde ab 1. Januar 2027 nicht mehr aus kirchlichen Mitteln finanziert. Daher hat sich jetzt eine neue Nutzung aufgetan: Das Frauenzentrum und die baff Frauen-Kooperation werden in das Gebäude einziehen, die Gemeinde wird den Kirchsaal auch noch weiterhin nutzen. Darüber ist Karin Böhmer sehr froh.

Karin Böhmer ist in Darmstadt aufgewachsen, ihr Vater Uwe Böhmer war Pfarrer an der Stadtkirche. Ihre erste Pfarrstelle hatte sie in Offenbach inne, anschließend war sie 14 Jahre lang beim Verband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau tätig.