Neue Reihe "Demokratie im Stresstest"

veröffentlicht 14.09.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

„Demokratie im Stresstest – Herausforderungen verstehen, Zukunft gestalten“ heißt die neue Reihe der Evangelischen Stadtakademie Darmstadt, die am 27. Oktober beginnt.

Demokratie im Stresstest: Evangelische Stadtakademie lädt zu fünf Abenden ab 27. Oktober ein
Carlo-Mierendorff-Forum beschäftigt sich mit Demokratie, Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt

Unter dem Titel „Demokratie im Stresstest – Herausforderungen verstehen, Zukunft gestalten“ lädt die Evangelische Stadtakademie Darmstadt im Rahmen ihres Carlo-Mierendorff-Forums zu einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe vom 27. Oktober bis 24. November ein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen für die freiheitlich-demokratische Ordnung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage, wie Demokratie unter veränderten politischen, sozialen und geopolitischen Bedingungen gestärkt werden kann. Dabei kommen politikwissenschaftliche, juristische, sicherheitspolitische, soziologische und theologische Perspektiven zur Sprache. Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags von 18.30 bis 20.30 Uhr im Offenen Haus, Rheinstraße 31, Darmstadt, statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Den Auftakt macht am Dienstag, 27. Oktober, Prof. Dr. Christian Stecker aus Darmstadt mit dem Thema „Wie tief steckt die Demokratie in der Krise?“. Stecker forscht unter anderem zu Demokratiedesign, föderalen Systemen, Minderheitsregierungen und dem Einfluss des Populismus auf Parlamente. Am Dienstag, 3. November, spricht Prof. Dr. Hans-Detlef Horn von der Philipps-Universität Marburg über „Politische Willensbildung in der Demokratie – Verfassungsrechtliche Vergewisserungen“. Der Jurist beschäftigt sich insbesondere mit Staats- und Verfassungsrecht sowie Europa- und Völkerrecht.

Mit den geopolitischen Herausforderungen beschäftigt sich am Dienstag, 10. November, Dr. Jana Puglierin, Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations. Ihr Thema lautet „Freiheit und Sicherheit: Was bedeuten die geopolitischen Entwicklungen für die Stabilität europäischer Werte?“. Am Dienstag, 17. November, geht es mit der Soziologin und Autorin Ramona Wuttig um „Die Lüge der Chancengleichheit: Klassismus, Bildungsgerechtigkeit und die Krise des gesellschaftlichen Zusammenhalts“. Den Abschluss bildet am Dienstag, 24. November, der Theologe PD Dr. Martin Fritz mit dem Thema „Christliche Influencerinnen und die neue Rechte: Was kann ein aufgeklärtes Christentum dem entgegenhalten?“. Fritz ist wissenschaftlicher Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin.

Die Demokratie-Reihe findet im Rahmen des Formats „Carlo-Mierendorff-Forum“ der Evangelischen Stadtakademie Darmstadt statt. Damit erinnert die Stadtakademie an den Darmstädter Publizisten und Politiker Carlo Mierendorff (1897–1943), der bereits vor der nationalsozialistischen Machtübernahme vor den Folgen gesellschaftlicher, politischer und kultureller Spaltung warnte. Die Veranstaltungsreihe greift Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts unter heutigen Bedingungen auf und möchte Räume für Verständigung und einen produktiven demokratischen Diskurs eröffnen.