Gottesdienst zur Konstituierung der Stadtverordnetenversammlung

veröffentlicht 16.04.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Dekan Dr. Raimund Wirth und Pfarrer Matthias Becker haben am 16. April einen ökumenischen Gottesdienst zur konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Darmstadt in der Stadtkirche gehalten.

Zu einem ökumenischen Gottesdienst zur konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hatten die evangelische und katholische Kirche in Darmstadt eingeladen. Dies ist in Darmstadt Tradition, im vorigen Turnus musste er wegen Corona leider ausfallen.

Nun haben Dekan Dr. Raimund Wirth und der Leitende Pfarrer des Pastoralraums Darmstadt-Mitte, Matthias Becker, wieder daran angeknüpft. Eingeladen waren alle (wieder) gewählten und auch die ausgeschiedenen Stadtverordneten sowie die Öffentlichkeit. Stadtkirchenkantor Christian Roß gestaltete den Gottesdienst an Orgel und Flügel mit.

Dekan Dr. Raimund Wirth drückte den Stadtverordneten zunächst „den Respekt der Kirchen für ihre ehrenamtliche Arbeit und ihren Einsatz für das Zusammenleben“ aus. Er sprach über die „Würde der Politik“. Diese liege darin, „dass sie ein wertegeleiteter Dienst am Menschen und ihrer Gemeinschaft“ sei. Werte wie Gerechtigkeit gehörten zu einer bestehenden Wertebasis über Parteigrenzen hinweg. Im politischen Streit das Gemeinsame im Auge zu behalten, sei heilsam. Die Wertebasis müsse verteidigt werden, etwa wenn der Rechtsstaat in Frage gestellt würde oder wenn die Demokratie ausgehöhlt werden sollte, so der Dekan. 

Pfarrer Matthias Becker dankte den Stadtverordneten ebenso für ihre Bereitschaft, „Verantwortung in einer anspruchsvollen Zeit“ zu übernehmen. Ihre Aufgabe benötige „Mut zur Gestaltung“. Politik lebe von Freiheit, Vertrauen und Verantwortung. Vertrauen entstehe dort, „wo Menschen glaubwürdig handeln“. Als möglichen Kompass auch für politisches Handeln zitierte er die „Goldene Regel“: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen.“ (Matthäus 7,12) Politik brauche heute „eine Mischung aus Demut und Entschlossenheit, aus Realismus und Hoffnung, aus Klarheit und Vertrauen“.