Fünf Kirchengemeinden fusionieren

veröffentlicht 28.04.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Die Kirchengemeinden des Nachbarschaftsraums City-Süd fusionieren zum 1.1.2027 zur "Evangelischen Hoffnungsgemeinde Darmstadt". Der Vertrag wurde jetzt in der Bessunger Kirche unterzeichnet.

Fünf Kirchengemeinden fusionieren zur Evangelischen Hoffnungsgemeinde Darmstadt

Die fünf evangelischen Kirchengemeinden des Nachbarschaftsraums City-Süd in Darmstadt haben ihre Fusion besiegelt: Andreas-, Matthäus-, Paulus-, Petrus- und Stadtkirchengemeinde schließen sich zum 1. Januar 2027 zur „Evangelischen Hoffnungsgemeinde Darmstadt“ zusammen. Die Kirchenvorstandsvorsitzenden der fünf Gemeinden haben den Vertrag jetzt in der Bessunger Kirche unterschrieben. 

Dem Vertragsschluss ist ein Prozess von dreieinhalb Jahren vorangegangen. „Es müssten rund 30 Sitzungen gewesen sein“, berichtet Sven Loewenhardt, Vorsitzender der Steuerungsgruppe. Dazu kamen Gemeindeversammlungen und ein gemeinsamer Tag aller Kirchenvorstände der fünf Gemeinden über die künftige Zusammenarbeit im Nachbarschaftsraum. In diesem Frühjahr stimmten nun alle fünf Kirchenvorstände einer Fusion zu. Damit wird die neue Evangelische Hoffnungsgemeinde Darmstadt ab 2027 Gesamtrechtsnachfolgerin der bisherigen fünf Kirchengemeinden.

In der Präambel der Vereinbarung zum Gemeindezusammenschluss heißt es: „Wir streben an, unsere erfolgreiche Arbeit insbesondere in den Bereichen der vielfältigen Gottesdienst- und Predigtstruktur, der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, der Arbeit mit älteren Menschen und der Inklusionsarbeit, der Flüchtlingsarbeit und des Kirchenasyls, der kirchenmusikalischen und Kulturarbeit nach den räumlichen Möglichkeiten an den vorhandenen Standorten fortzusetzen und die Standorte baulich weiterzuentwickeln. Bei alledem legen wir besonderen Wert auf nachhaltiges Handeln.“ Auch in Zukunft soll ein „vielfältiges Gemeindeleben in allen Gemeindeteilen“ aufrechterhalten werden.

In vielen Bereichen arbeiten die Gemeinden im Nachbarschaftsraum schon eng zusammen: Den Konfirmationsunterricht gestalten sie gemeinsam, viele Angebote der Jugendarbeit mit Gemeindepädagoge Andreas Schitt sind gemeindeübergreifend und es gibt bereits gemeinsame Gottesdienste im Rahmen der „Sommerkirche“. In den regulären Zeiten finden die Gottesdienste auch weiterhin an den bisherigen Kirchorten statt. Das Verkündigungsteam, bestehend aus den Pfarrerinnen, dem Gemeindepädagogen und den Kirchenmusikern, arbeitet bereits seit mehr als einem Jahr zusammen. Ein gemeinsames Gemeindebüro betreiben die fünf Kirchengemeinden schon seit drei Jahren im Gemeindehaus der Stadtkirche und waren damit Vorreiter im Dekanat. 

Ab 1. Januar 2027 wird ein Kirchenvorstand, dem alle jetzigen 45 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher angehören können, für eine Übergangszeit amtieren. Am 6. Juni 2027 werden die Kirchenvorstände in der gesamten Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau neu gewählt. Dann formiert sich auch der Kirchenvorstand der Hoffnungsgemeinde neu, der aus mindestens 20 Mitgliedern bestehen soll.