Ein starkes Bündnis Darmstädter Institutionen bringt vom 10. bis 28. Juni ein außergewöhnliches Bildungserlebnis in die Evangelische Friedenskirche: Mit dem mobilen Escape Room „Fixing the Boat – Finding Identity“ können Teilnehmende jüdisches Leben und die Vielfalt der Identitäten spielerisch entdecken.
Was macht mich aus? Und wie können wir als Team den drohenden Schiffbruch verhindern? Diesen Fragen stellen sich Besucherinnen und Besucher ab 16 Jahren im Juni in Darmstadt. In einer Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Darmstadt mit dem Bistum Mainz (Regionalstelle Südhessen), der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, der Evangelischen Jugend Darmstadt, dem BDKJ Darmstadt, dem Evangelischen Dekanat Darmstadt, der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Mainz sowie der Edith-Stein-Schule und deren Elternschaft wird dieses Projekt erstmals in der Region realisiert.
Rätsel lösen für ein besseres Miteinander
In einer nachempfundenen Schiffskajüte haben Gruppen von vier bis sechs Personen eine Stunde Zeit, um knifflige Rätsel zu lösen. Dabei geht es um weit mehr als nur den klassischen Rätselspaß: Die Story führt die Spielenden durch die Vielfalt jüdischer Identitäten und kultureller Hintergründe. „Fixing the Boat – Finding Identity“ wurde von SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus, Düsseldorf) entwickelt und ist europaweit der erste Escape Room zur Vermittlung jüdischen Lebens. Ziel ist es, Klischees und Ressentiments durch ein positives, direktes Erleben vorzubeugen und zum Nachdenken über das eigene Selbstverständnis anzuregen.
Rahmenprogramm: Ausstellung und Talkrunden
Parallel zum Escape Room lädt die Ausstellung „Wie ich werde, wer ich bin“ in den Räumen der Friedensgemeinde zur Reflexion und zu Gesprächen ein. Zwölf Menschen verschiedener Religionen, Weltanschauungen und Kulturen teilen darin ihre unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und biografischen Hintergründe. Die Ausstellung kann bei größeren Gruppen von Teilen der Gruppe parallel zum Escape-Room besichtigt werden. Die Vernissage der Ausstellung findet am 9. Juni um 19 Uhr statt.
Ergänzt wird das Programm durch eine abendliche Talkreihe, in der Persönlichkeiten aus Kultur, Religion, Sport, Politik und Wirtschaft unter dem Motto „Wie ich werde, wer ich bin“ Einblicke in ihren Werdegang geben und über ihr Verhältnis zu „Anderen“ sprechen.
Am 16. Juni um 19 Uhr sind Hanno Benz, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Joshy Pottakal, Weihbischof im Bistum Mainz, Salome Saremi, Vorsitzende des Vereins Fabian Salars Erbe. Verein für Toleranz & Zivilcourage in Bensheim mit Dr. Sonja Petersen und Bernd Lülsdorf im Gespräch.
Am 28. Juni um 18 Uhr findet eine zweite Gesprächsrunde mit Abdassamad El Yazidi, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Christina Schnepel, Oberkirchenrätin und Leiterin des Zentrums Ökumene der EKHN und EKKW, Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt, und einer Person aus der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland (angefragt) mit Ulrike Schmidt-Hesse und Winfried Kändler statt. Diese Veranstaltung ist zugleich Finissage des Projektes.
Teilnahme und Anmeldung
Die Teilnahme am Escape Room ist kostenlos, jedoch ist aufgrund der begrenzten Timeslots eine vorherige Anmeldung über das Online-Buchungstool zwingend erforderlich.
Eckdaten auf einen Blick:
• Zeit und Ort: 10. bis 28. Juni 2026 | Evangelische Friedenskirche Darmstadt
• Zielgruppe: Jugendliche ab 16 Jahre und Erwachsene (4–6 Personen pro Slot)
• Anmeldung: https://www.gcjz-darmstadt.de/veranstaltung/identitaet-finden-auf-hoher-see/
Über die Kooperationspartner:
Die GCJZ und die anderen veranstaltenden Organisationen setzen sich gemeinsam für die Förderung jüdischen Lebens und den Kampf gegen Antisemitismus, für interreligiösen Dialog, Antidiskriminierungsarbeit und die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur ein.
Die Gesamtveranstaltung wird finanziert durch die GCJZ Darmstadt e.V. mit Unterstützung durch den Innovationsfonds des Bistums Mainz, die Kulturstiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die Jüdische Gemeinde und die Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Kontakt:
Bernd Lülsdorf, Kath. Vorsitzender der GCJZ Darmstadt e.V./Regionalreferent in der Region Südhessen
bernd.luelsdorf(at)gcjz-darmstadt.de
0163/7296415
www.gcjz-darmstadt.de