Escape Room zu jüdischem Leben beendet

veröffentlicht 29.06.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Das Projekt Escape Room und Ausstellung "Fixing the Boat - Finding Identitiy" in der Friedenskirche ist am 28. Juni zum Abschluss gekommen.

Am 28. Juni ist das Projekt „Fixing the Boat - Finding Identity“ in der Friedenskirche zum Abschluss gekommen. 18 Tage lang konnte man sich hier spielerisch im Escape Room und anhand einer Ausstellung mit jüdischem Leben, Identitäten und auch mit der eigenen auseinandersetzen.

Nach der ersten Talkrunde im Rahmen des Projekts am 16. Juni nahmen am 28. Juni an der zweiten teil:

• Abdassamad El Yazidi, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland
• Ilona Klemens, Hochschulpfarrerin in Frankfurt
• Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt
• Lisa Legina, Dokumentarfilmerin und Regionalsprecherin des Verbands Juedischer Studierender Hessen

Unter dem Titel „Wie ich werde, wer ich bin“ gaben sie Einblick in ihre Werdegänge und wie diese ihr Verhältnis zu anderen geprägt haben.

Ulrike Schmidt-Hesse, evangelische Vorsitzende der veranstaltenden Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Darmstadt, und Winfried Kändler, Referent für Bildung und Gesellschaft im Evangelischen Dekanat Darmstadt, moderierten.

Klarinettistin Irith Gabriely gestaltete die Abschlussveranstaltung musikalisch mit.

Bernd Lülsdorf zog eine positive Bilanz von Escape Room und Ausstellung: „Es hat sich gelohnt“, so der katholische Vorsitzende der GCJZ. Es seien wichtige Impulse gesetzt worden. Die jugendliche Spielleiterin Theresa bestätigte, dass Kommunikation das A und O im Miteinander der Teams im Escape Room und übertragen auch in der Gesellschaft sei.

Ulrike Schmidt-Hesse und Bernd Lüsldorf dankten den jugendlichen Spielleitenden des Escape Rooms, den Kooperationspartnern, Sponsoren, der Friedensgemeinde und der anwesenden Rina Rosenberg von der Servicestelle SABRA, die den Escape Room entwickelt und vor Ort begleitet hat.

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Ein Bündnis Darmstädter Institutionen hatte das Bildungsprojekt in die Friedenskirche gebracht: Mit dem mobilen Escape Room „Fixing the Boat – Finding Identity“ konnten Teilnehmende vom 10. bis 28. Juni jüdisches Leben und die Vielfalt der Identitäten spielerisch entdecken. 

Was macht mich aus? Und wie können wir als Team den drohenden Schiffbruch verhindern? Diesen Fragen stellten sich insgesamt 300 Besucherinnen und Besucher. In einer Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Darmstadt mit dem Bistum Mainz (Regionalstelle Südhessen), der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, der Evangelischen Jugend Darmstadt, dem BDKJ Darmstadt, dem Evangelischen Dekanat Darmstadt, der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Mainz sowie der Edith-Stein-Schule und deren Elternschaft wurde das Projekt erstmals in der Region realisiert.

Rätsel lösen für ein besseres Miteinander 

In einer nachempfundenen Schiffskajüte hatten Gruppen von vier bis sechs Personen eine Stunde Zeit, um knifflige Rätsel zu lösen. Dabei ging es um weit mehr als nur den klassischen Rätselspaß: Die Story führte die Spielenden durch die Vielfalt jüdischer Identitäten und kultureller Hintergründe. „Fixing the Boat – Finding Identity“ wurde von SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus, Düsseldorf) entwickelt und ist europaweit der erste Escape Room zur Vermittlung jüdischen Lebens. Ziel ist es, Klischees und Ressentiments durch ein positives, direktes Erleben vorzubeugen und zum Nachdenken über das eigene Selbstverständnis anzuregen. 

Rahmenprogramm: Ausstellung und Talkrunden 

Parallel zum Escape Room lud die Ausstellung „Wie ich werde, wer ich bin“ in den Räumen der Friedensgemeinde zu Reflexion und zu Gesprächen ein. Zwölf Menschen verschiedener Religionen, Weltanschauungen und Kulturen teilten darin ihre unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und biografischen Hintergründe, in Chat-Form gedruckt auf zwölf Roll-ups.  

Ergänzt wurde das Programm durch zwei Talkrunden, in der Persönlichkeiten aus Kultur, Religion, Sport, Politik und Wirtschaft unter dem Motto „Wie ich werde, wer ich bin“ Einblicke in ihren Werdegang gaben und über ihr Verhältnis zu „Anderen“ sprachen. 

Am 16. Juni waren Hanno Benz, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Joshy Pottakal, Weihbischof im Bistum Mainz, und Salome Saremi, Vorsitzende des Vereins Fabian Salars Erbe, Verein für Toleranz & Zivilcourage in Bensheim, mit Dr. Sonja Petersen und Bernd Lülsdorf im Gespräch. 

Am 28. Juni fand eine zweite Gesprächsrunde mit Abdassamad El Yazidi, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Ilona Klemens, Hochschulpfarrerin aus Frankfurt, die die erkrankte Christina Schnepel, Oberkirchenrätin und Leiterin des Zentrums Ökumene der EKHN und EKKW, vertrat, Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt, und Lisa Legina, Dokumentarfilmerin und Regionalsprecherin des Verbands Juedischer Studierender Hessen, mit Ulrike Schmidt-Hesse und Winfried Kändler statt. Diese Veranstaltung war zugleich Finissage des Projektes.

Über die Kooperationspartner: 

Die GCJZ und die anderen veranstaltenden Organisationen setzen sich gemeinsam für die Förderung jüdischen Lebens und den Kampf gegen Antisemitismus, für interreligiösen Dialog, Antidiskriminierungsarbeit und die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur ein.  

Die Gesamtveranstaltung wird finanziert durch die GCJZ Darmstadt e.V. mit Unterstützung durch den Innovationsfonds des Bistums Mainz, die Kulturstiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die Jüdische Gemeinde und die Wissenschaftsstadt Darmstadt.