Dr. Anna Scholz neue Pfarrerin an der Stadtkirche

veröffentlicht 30.06.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Dr. Anna Scholz beginnt am 1. August ihren Dienst als Pfarrerin der Stadtkirchengemeinde Darmstadt. Ihre Einführung ist am Sonntag, 16. August, um 17 Uhr in der Stadtkirche.

Verbindung von Religion, Kunst und Kultur 
Dr. Anna Scholz ist ab August Pfarrerin an der Stadtkirche Darmstadt

Dr. Anna Scholz beginnt am 1. August ihren Dienst als Pfarrerin der Stadtkirchengemeinde Darmstadt. Am Sonntag, 16. August, um 17 Uhr wird sie durch den Stellvertretenden Dekan Sven Sabary in ihren Dienst eingeführt. Dr. Anna Scholz ist bereits ehrenamtlich im Evangelischen Dekanat Darmstadt tätig. Seit einem halben Jahr leitet sie als Co-Direktorin mit Dr. Franz Grubauer die Evangelische Stadtakademie Darmstadt. Jetzt freut sie sich, die Pfarrstelle der Stadtkirchengemeinde zu übernehmen. „Die Verbindung von Religion, Kunst und Kultur hier hat mich von Anfang an begeistert“, sagt die Vierundvierzigjährige. 

Nach Darmstadt kam sie „der Liebe wegen“, denn ihr Mann ist ein echter „Heiner“. Hier war Dr. Anna Scholz zunächst als theologische Referentin der Stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf, am Paulusplatz, danach im Visitationsdienst der EKHN tätig. Die Stadt, aus ihrer Sicht eine „unterschätzte kleine Großstadt“, mag sie. Dr. Anna Scholz ist in Göttingen geboren und bei Kassel aufgewachsen. Vor dem Studium absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete in der Jugendhilfe. Anschließend studierte sie evangelische Theologie in Berlin und Marburg. Ihr Vikariat hat sie an der Elisabeth-Kirche in Marburg gemacht. Hier hat sie danach am Hans-von-Soden-Institut mit einer Arbeit zu anthropologischen und theologischen Fragen im Umfeld des Todes promoviert. 

Ihre erste Pfarrstelle trat sie südlich von Marburg auf dem Land an. Ihr Anliegen ist es, in der Stadtkirchengemeinde und ab 2027 dann in der mit Andreas-, Matthäus-, Paulus- und Petrusgemeinde fusionierten Hoffnungsgemeinde „das geistliche und kulturelle Leben weiterhin gut zu bespielen, auch unter neuen Bedingungen“, sagt sie. Auch wenn die Kirche kleiner werde, habe sie nach wie vor eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung. Mit mehr als einer Million Mitgliedern sei die EKHN immer noch eine bedeutsame Organisation. In Darmstadt, der Stadt mit vielen Kulturen, möchte Dr. Anna Scholz „das Miteinander stärken“. In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt fragil werde, gelte es, „Orte der Verständigung zu schaffen“. Unter dem Dach der Stadtkirche finde schon vieles dazu statt. 

In der Stadtkirche seien viele Menschen mit Herzblut engagiert, hier schaue sie wo ihre theologische Kompetenz gebraucht werde. „Ich feiere gern Gottesdienste in unterschiedlichen Formaten", so die Theologin. Sie freue sich, hier mit den Pfarrkolleginnen, Kirchenmusikern und dem Gemeindepädagogen in der neu fusionierten Gemeinde zusammenzuarbeiten. Aus ihrer Sicht soll Kirche Menschen besonders an „biographischen Wendepunkten“ begleiten, wenn sie sich Sinnfragen stellen. „Wir wollen Hoffnung, Freude und Zuversicht mit unserer Botschaft vermitteln“, so die verheiratete Mutter einer erwachsenen Tochter, „und wir möchten auch in größer werdenden Räumen denen geistliche Heimat bieten und erhalten, die diese suchen.“ 

In ihrer Freizeit geht sie in der Nähe von Marburg auf die Jagd. Während ihrer Promotion hat sie die Jägerprüfung gemacht, um ihr Interesse an Natur und Ökologie zu vertiefen. „Ich habe viel gelernt, was ich vorher nicht wusste, und es sind intensive Kontakte und Freundschaften entstanden“, sagt sie. Außerdem ist Dr. Anna Scholz kunstinteressiert und besucht gern Ausstellungen. Als Cineastin hat sie zudem während ihrer Zeit in Marburg einen ökumenischen Arbeitskreis „Kino und Kirche“ mitorganisiert. Auch in Darmstadt liegt ihr daran, „Akteure in der Stadt zu vernetzen“. „Die Kirche hat ein großes Potential, den Zusammenhalt zu fördern“, davon ist die Pfarrerin überzeugt. Weil sie „gern mit Menschen unterschiedlichster Art zusammen“ ist und über den „Tellerrand“ blickt, will sie sich gern für Verständigung einsetzen. Ich träume von einer Kirche, die das Leben feiert und die Menschen liebt“, sagt sie.