„Haus der Jugend“ des Evangelischen Dekanats Darmstadt in der Kiesstraße 16
Schon bald sollen wieder junge Menschen in der Kiesstraße 16, der früheren „Huette“, ein- und ausgehen. Die Synode des Evangelischen Dekanats Darmstadt hat am 23. Oktober beschlossen, dass das traditionsreiche Haus als „Haus der Jugend“ für die Kinder- und Jugendarbeit auf Dekanatsebene genutzt werden soll, für die es vor fast 70 Jahren erbaut worden war.
Der Gebäudeteil Kiesstraße 18, der frühere „Y-Bau“, soll nicht mehr durch das Dekanat genutzt werden, so dass sich die Fläche um fast die Hälfte reduziert. Das Dekanat konnte die Offene Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendkulturarbeit der Stadt Darmstadt in der Kiesstraße 16 und 18 als Träger nicht mehr weiterführen, da die Kosten für die notwendige Sanierung nicht aufgebracht werden konnten. Die Angebote der Offenen Arbeit werden nun an zentraler Stelle in der Darmstädter Innenstadt von einem anderen Träger der Diakonie erbracht.
Das Konzept zur zukünftigen Nutzung der Kiesstraße 16, das von der Dekanatssynode ohne Gegenstimme verabschiedet wurde, sieht vor, die Jugendarbeit des Dekanats am Standort Kiesstraße 16 zusammenzuführen. Wichtig ist dem Dekanat, dass die Jugendlichen ein Jugendcafé im Erdgeschoss selbst gestalten können. Es soll ein Raum zum Zusammenkommen und für niederschwellige Angebote sein, in dem sich Jugendliche zuhause fühlen. Größere Veranstaltungen wie Dekanatsjugendgottesdienste oder Vollversammlungen sollen extern in Räumen einer Kirchengemeinde stattfinden. Hierzu werden Gespräche geführt. Kooperationen etwa mit der Studierendengemeinde sind außerdem angedacht.
Die Büroräume des Gebäudes werden zukünftig genutzt für die Evangelische Jugendvertretung im Dekanat (EJVD), die Stadtjugendpfarrerin oder den Stadtjugendpfarrer – die Stelle ist ausgeschrieben –, den Stadtjugendreferenten, die Dekanatsjugendreferentin, die Referentin für Kinder- und Jugendfreizeiten sowie die beiden Verwaltungskräfte. Die Planungen sehen außerdem einen eigenen Raum für Beratungs- und Seelsorgegespräche vor.
Die Jugendarbeit des Dekanats zentral an einem Ort zu konzentrieren, ist auch das Ergebnis eines intensiven Austauschs mit der Jugendvertretung im Dekanat, die sich auf der Synode für das beschlossene Konzept stark machte. Durch die Reduzierung der genutzten Flächen werden sich die Sanierungskosten für das Haus der Jugend, die vor allem den Brandschutz betreffen, deutlich verringern.
„Mit dieser Entscheidung werden der Jugendarbeit nicht nur Räume zurückgegeben, sondern es wird ein klares Signal gesendet: Die Jugend ist mehr als die Zukunft unserer Kirche, sie ist ihre Gegenwart“, sagt Daniel Heitkämper, Vorsitzender der EJVD. „K16 ist ein Gebäude, aus dem Neues wachsen kann – es war ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und des Glaubens für junge Menschen und wird es wieder werden.“
„Ich freue mich sehr, dass in erfolgreicher Zusammenarbeit mit allen Beteiligten eine tragfähige Lösung für die Jugend am etablierten Standort in der Kiesstraße gefunden wurde“, so der stellvertretende Dekan Sven Sabary.