Dekanatssynode hat getagt

veröffentlicht 15.06.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Die Dekanatssynode hat in Ober-Ramstadt getagt. Es gab unter anderem Wahlen, und leitende Verantwortliche der neuen Regionalen Diakonie Südhessen berichteten über ihre Arbeit. Hier ein Bericht.

Die Dekanatssynode hat am 12. Juni im Prälat-Diehl-Haus in Ober-Ramstadt getagt. Nach der Begrüßung durch Präses Dr. Annette Laakmann und einem Kanon, angeleitet von Dekanatskantorin Carolin Raschke, standen zunächst Wahlen auf der Tagesordnung. Im Dekanatssynodalvorstand (DSV) sind zwei Plätze frei geworden, da Stadtjugendpfarrerin Dagmar Unkelbach nach Wiesbaden gewechselt ist und Pfarrerin Sigrid Hornung in den Ruhestand gehen wird.

Als neue DSV-Mitglieder wurden Pfarrerin Nathalie Franke von der Kirchengemeinde Roßdorf und Gundernhausen und Pfarrer Fabian Böhme von der Auferstehungsgemeinde Arheilgen gewählt. Die beiden neuen DSV-Mitglieder wurden im Rahmen einer Andacht durch Dekan Dr. Raimund Wirth in ihr Amt eingeführt. Der Platz von Dagmar Unkelbach in der Gesamtsynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wurde mit Ilka Friedrich, Pfarrerin für Ökumene, interreligiöses Gespräch und Mission, nachbesetzt. Der Stellvertretende Dekan Sven Sabary verabschiedete Dagmar Unkelbach aus der Dekanatssynode mit einem Segen und würdigte ihr Engagement in der Paul-Gerhardt-Gemeinde und im Stadtjugendpfarramt sowie und ihre Gremienarbeit in der Kirchen- und Dekanatssynode, im DSV, im Vorstand der Ehe-, Familien- und Lebensberatung und im Pfarrausschuss der EKHN.

Nachdem die Dekanatssynode im März bereits den Gebäudebedarfs- und -entwicklungsplan von sechs Nachbarschaftsräumen beschlossen hatte, folgten nun die verbleibenden Nachbarschaftsräume Mühltal, Ober-Ramstadt, Roßdorf und Gundernhausen sowie Darmstadt-West. Die Nachbarschaftsräume stellten jeweils die Einstufung von Kirchen, Pfarrhäusern und Gemeindehäusern in die Kategorien A, B und C vor. A wird weiterhin durch Kirchensteuermittel mitfinanziert, B bis auf Weiteres und C ab 2027 nicht mehr. Die Synode beschloss den Gesamtplan für das Dekanat, mit dem die gesamtkirchlich mitzufinanzierenden Baulasten im Dekanat um gut 20 Prozent reduziert werden. „Es ist großartig, dass wir jetzt so weit sind“, lobte Dr. Annette Laakmann, „und mit den Überlegungen zu den C-Gebäuden kommt die nächste Arbeit auf uns zu.“

Beschlossen wurde auch die Satzung der Dekanatsstiftung. Hier sind die Vorschläge der Evangelischen Jugend im Dekanat von der vorigen Synodaltagung aufgenommen worden. Die Mittelverwendung für kirchlich-diakonische Zwecke wird durch die Dekanatssynode beschlossen. Es wird ein Treuhandausschuss gebildet, der Vorschläge entwickelt. Dieser besteht aus drei Mitgliedern der Dekanatssynode, zwei Mitgliedern des DSVs und zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Evangelischen Jugend im Dekanat. Erstmals wird Anfang 2027 über die Verwendung der Erträge aus der Stiftung beschlossen.

Dekan Dr. Raimund Wirth erläuterte den Sachstand der angestrebten Erweiterung des Angebots der Dekanatsbauabteilung. Sie soll ihren Service für die „Kleine Bauunterhaltung“ sowie die Betreuung der C-Gebäude auch den Kirchengemeinden im Landkreis zur Verfügung stellen können. Um auf die Finanzierung der Leistungen weiterhin keine Umsatzsteuer aufschlagen zu müssen, wird vorgeschlagen, einen öffentlich-rechtlichen Zweckverband aller teilnehmenden Kirchengemeinden und dem Dekanat zu gründen. Die Finanzierung soll wie bisher durch Beiträge der Kirchengemeinden und des Dekanats erfolgen, deren Höhe sich an den Gebäudewerten orientiert. Die Gründung eines Zweckverbands soll in den nächsten Wochen vorbereitet werden.

Im zweiten Teil der Synode informierte die neu fusionierte Regionale Diakonie Südhessen, die nun den Bereich von vier Dekanaten umfasst, über ihre Arbeit. Leiterin Jenna Reibold berichtete über den zunehmenden Kostendruck. Sie unterstrich die Verbindung von Diakonie und Kirche und betonte, dass etwa im Bereich Bildung und Gesellschaft oder bei „FEST im Leben“ mit dem Dekanat enge Verbindungen bestünden. Andreas Gohlke berichtete über den Bereich Gemeinwesenarbeit, für den er zuständig ist. Auch hier sei angesichts „knapper Kassen Kreativität gefragt“. Nicole Frölich, Leiterin des Bereichs Existenzsichernde Hilfen, gab Einblick in die Themen Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe sowie den Täter-Opfer-Ausgleich.

Die nächste Tagung der Dekanatssynode findet am 23. Oktober statt.