Dekanat Teil der Partnerschaft für Demokratie

veröffentlicht 28.05.2026 von rk, Dekanat Darmstadt

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist in das Bundesprogramm "Demokratie leben!" aufgenommen worden. Das Dekanat ist als Partner dabei und übernimmt eine halbe Fachstelle zur Koordination, durch Fördergelder finanziert.

Dekanat geht Partnerschaft für Demokratie mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein

Das Dekanat ist eine “Partnerschaft für Demokratie” mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingegangen. Diese ist gerade in das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) aufgenommen worden. Staatssekretär Michael Brand übergab am 27. Mai den Förderbescheid an Oberbürgermeister Hanno Benz und Dekan Dr. Raimund Wirth. Die Stadt erhält damit Fördermittel, um ein Netzwerk für Vielfalt, Toleranz und ein respektvolles Miteinander aufzubauen. Die Federführung liegt beim städtischen Büro für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Dekanat übernimmt die koordinierende Fachstelle, eine halbe Stelle aus Fördergeldern finanziert, und gestaltet die Partnerschaft gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Staatssekretär Michael Brand betonte bei der Übergabe: „Unsere Demokratie ist stark, doch sie muss weiter verteidigt werden. ‚Demokratie leben!‘ leistet einen wichtigen Beitrag, um unseren demokratischen Rechtsstaat zu stärken.“ Oberbürgermeister Hanno Benz bezeichnete die Förderung als wichtiges Signal gegen Extremismus und Intoleranz. Dekan Dr. Raimund Wirth sagte, dass es wichtig sei, “unsere demokratischen Strukturen zu stärken und dafür zu arbeiten, dass viele Menschen sich in sie einbringen”. Dies bedeute auch, “kreativ über neue Beteiligungsformate nachzudenken”.

Das Dekanat bringt sich mit seiner breiten gesellschaftlichen Verankerung ein. Als größte zivilgesellschaftliche Organisation in Darmstadt ist die evangelische Kirche mit ihren Gemeinden, Einrichtungen sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Fläche präsent. Ziel ist es, das Zusammenleben der Menschen zu stärken und Räume für Begegnung und Beteiligung zu schaffen. “Wir wollen dazu beitragen, dass das Zusammenleben der Menschen gelingt, dass es gut gelingt”, so Dr. Raimund Wirth.

Angesichts wachsender gesellschaftlicher Spannungen müsse Demokratie im Alltag gestärkt werden, betonte Hanno Benz. Das Programm setze genau dort an, wo Menschen zusammenkommen – etwa in Schulen, Vereinen oder im digitalen Raum. Darmstadt kann auf langjährige Erfahrungen im Bundesprogramm zurückblicken. Hier sind bereits tragfähige Netzwerke und Initiativen entstanden, die nun weiter ausgebaut werden sollen. Bis Ende 2024 war die Stadt bereits im Bundesprogramm.

Mit den Bundesmitteln wird eine koordinierende Fachstelle (halbe Stelle) beim Dekanat sowie ein lokaler Aktions- und Initiativfonds eingerichtet. Ebenfalls eine halbe Stelle wird für Verwaltung und Logistik bei der Stadt eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Schulen können aus dem Fonds künftig Fördergelder für Projekte beantragen – etwa für Demokratie-Workshops, interkulturelle Begegnungen oder Aufklärungskampagnen. Das Dekanat versteht die Übernahme der Fachstelle als aktiven Beitrag zur demokratischen Kultur in der Stadt. Dekan Dr. Raimund Wirth erklärte: „Als evangelische Kirche stehen wir für die Würde jedes Menschen und ein friedliches Zusammenleben. Unsere liberale und soziale Demokratie ist die menschengemäßeste Staatsform. Deshalb machen wir uns stark für Demokratie und für die Menschen.“ Wirth betonte zudem, wie wichtig Beteiligung und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien: „Wir arbeiten dafür, dass Menschen sich gesehen und gehört wissen und sich als wirksam erleben.“

Ergänzend wird ein Bündnis für Demokratie aufgebaut, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten. Das Gremium entscheidet über die Förderung von Projekten und setzt inhaltliche Schwerpunkte.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und vielen Akteuren der Zivilgesellschaft die Partnerschaft für Demokratie mit Leben zu füllen“, sagte Dekan Dr. Wirth. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Benz lädt er Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen ein, sich aktiv einzubringen. Eine erste Informationsveranstaltung ist bereits geplant.

Hintergrund „Demokratie leben!“
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ stärkt Demokratiebildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Extremismusprävention. Bundesweit fördern die „Partnerschaften für Demokratie“ Projekte und Initiativen vor Ort und bringen Kommunen, Vereine, Schulen und weitere gesellschaftliche Akteure zusammen.